Was bedeutet Stunt? Stunt kommt aus dem Englischen und heißt  soviel wie „Kunststück“. Was ist ein Stuntman? Der Begriff Stuntman ist nicht geschützt! Daher  kann sich praktisch jeder Stunt(wo)man  nennen. Stuntleute beim Film & Show sind meist in  unterschiedliche Aufgabenfelder gegliedert. Stuntkoodinator:  Er ist meist der erfahrenste Stuntman für das  Projekt und Hauptverantwortlicher für die  Sicherheit und die Durchführung eines Stunts.  Wichtig ist dabei nicht nur sein technisches  Know How und seine Erfahrung, gleichzeitig  sollte er auch Vermittler und Menschenkenner  sein. Er muss die Fähigkeiten seiner  Teamkollegen genaustens kennen und den  eventuellen Druck seitens der Veranstalter  oder Regisseure vom Team fernhalten.  Außerdem muss er in der Lage sein, schnell  auf neue Situationen zu reagieren und sein  Team darauf vorzubereiten.  Stunttechniker:  Ein Stunttechniker hat meist eine Ausbildung in  einem technischen Beruf wie Maschinenbauer  oder KFZ-Mechaniker hinter sich. Ein  Stunttechniker baut Stuntfahrzeuge nach  Anweisungen des Stuntkoordinators um,  entwickelt neue Geräte zur Durchführung  technischer Stunts und ist am Filmset oder bei  einer Show der Verantwortliche für die gesamte  technische Ausrüstung. Stunt(wo)man:  Ein Stuntman hat idealerweise langjährige   Rally-, Motorcross-, Kampf- oder  Extremsporterfahrungen, bevor er bei einem  Stuntteam anfängt. Meist spiegeln seine  Wurzeln auch die Kernbereiche der Stunts  wieder. Ein Rallyfahrer wird hauptsächlich bei  Präzisionsfahrten und Autostunts eingesetzt.  Ein Kampfsportler wird entsprechend seinen  koordinativen Fähigkeiten Showkampf und  Bodystunts vorziehen. Der Stuntman  unterscheidet sich am Set oder bei einer Show  durch den ausführenden und den  unterstützenden Stuntman. Beides ist  gleichermaßen wichtig und verantwortungsvoll. Spezialist:  Ein Spezialist beherrscht meist eine oder  maximal zwei besondere Stunttechniken, diese  aber perfekter als seine vielseitigen Allround  Kollegen! Stunt(wo)man für Film & TV:  Beim Film und Fernsehen werden  Stunt(wo)men immer dann eingesetzt, wenn  die geforderte Szene spezielles technisches  oder körperliches Können verlangt oder die  Schauspieler einer zu großen Gefahr  ausgesetzt würden. Hierbei handelt es sich um  Kämpfe, Stürze, Sprünge oder  Unfalldarstellungen aller Art. Auch hinter der Kamera arbeiten Stuntleute  und trainieren Schauspieler, damit diese  einfache Stunts selbst ausführen können und  überwachen dann den sicheren Ablauf der  Dreharbeiten. Stunt(wo)man für Show & Event:  Bei Stuntshows ist vor allem die Sicherheit des   Publikums von entscheidender Bedeutung.  Gerade die Nähe zu live durchgeführten  Stunts ist der besondere Reiz einer Show,  birgt aber gleichzeitig ein  Gefährdungspotential für die Zuschauer. Um  dieses Potential zu minimieren, muß die  Show perfekt einstudiert sein, und alle  möglichen Sicherheitsrisiken für die  Zuschauer müssen von Anfang an eliminiert  sein. Noch öfter als bei Dreharbeiten müssen Stunt(wo)men bei einer Show auch  schauspielern können, da man selten  doubeln kann. Bei Events, wo der Zuschauer  selbst zum Actiondarsteller wird, ist neben  der allgemeinen Sicherheit aller Beteiligten  auch eine psychologische Betreuung und  gute Menschenkenntnis gefordert, um keinen  Teilnehmer unter Druck zu setzen und Unfälle  zu vermeiden.  Seit wann gibt es Stuntmen?  Es heißt, die ersten Stuntmen waren die  Zirkusartisten. In der Anfangszeit des Films  übernahmen vorallem Schauspieler, wie zum  Beispiel Buster Keaton, selbst die  Ausführung der gefährlichen Szenen. Später  wurden hierfür darauf spezialisierte Doubles  eingesetzt, die meist eher unbekannt im  Hintergrund agieren. Einige wenige schafften